Sparkassen Gala, Regensburg/GER

Die Gala in Regensburg ist auch für mich mittlerweile zum Fixpunkt im Freiluft-Wettkampfkalender geworden. Eine Woche nach meinem geglückten Saisonstart mit EM-Limit über 100m Hürden ging ich dort gestern an den Start. Sowohl im Vor- als auch im Finallauf finishte ich in 13,26 Sekunden. Der 3. Platz im Finale war mir damit nicht zu nehmen und die Zeit bedeutet 2 x knapp EM-Limit verpasst. Es ist wieder eine Tendenz nach oben zu erkennen, jedoch bin ich weit von meinem Leistungsvermögen entfernt. Nach dem 1. Wettkampfblock trat ich gestern mit meinem Team die Rückreise nach Wattenscheid an. Wir werden die nächsten beiden Wochen trainieren und die Abläufe, welche ich noch nicht so verinnerlicht habe, festigen. Ich muss geduldiger sein, sagt auch mein Trainer, jedoch das leichter gesagt als getan. Mein nächster Wettkampf ist am 17. Juni in Linz – wieder ein Wettkampf in der Heimat.

Liese Prokop Memorial, St. Pölten/AUT

Leider konnte ich an diesem Tag mein Potential nicht abrufen. In einem hochklassigen Bewerb mit Alina Talay (BLR) und Cindy Roleder (GER) belegte ich in 13,34 Sekunden (VL 13,31) Rang 5, dementsprechend war mit meinen Läufen überhaupt nicht zufrieden. Ich fühle mich schnell und spritzig, bis zur 4. Hürde bin ich gut dabei, aber dann treffe ich mich nicht mehr und es fehlt der Rhythmus, heißt, ich bin zu knapp bei den Hürden. Das summiert sich bis ins Ziel und kostet letzlich viel Zeit. Das ist das alte Muster, der alte Fehler der letzten Jahre. Daran habe ich im Training viel gearbeitet und auch grosse Fortschritte gemacht. Dies im Wettkampf umzusetzen ist die Herausforderung und klappt leider nicht immer. Am Sonntag starte ich in Regensburg einen neuen Angriff, bei welchem ich mich genau auf das konzentrieren werde. Bis dahin heißt es regenerieren und locker werden!

Für diesen Wettkampf blieb mir letzlich nur, meinen Kontrahentinnen, allen voran Alina zu ihrer grossartigen Leistung von 12,41s zu gratulieren.

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Gloryfy Unbreakable Eyewear

Mit großer Freude darf ich für das Jahr 2017 Gloryfy Unbreakable Eyewear als einen weiteren Sponsor präsentieren!

 

In Design und Funktionalität überzeugten mich die Brillen von Anfang an. Die Verwendung des eigens entwickelten Kunststoffes NBFX verleiht den Brillen ihre einzigartige Eigenschaft, die Unzerbrechlichkeit.
Unzerbrechlichkeit ist im übertragenen Sinne auch im Leistungssport und besonders im Hürdensprint eine wichtige Eigenschaft. Für mich bedeutet es Angriff, Leidenschaft und Risiko im Wettkampf, aber auch das Wiederaufstehen und Weiterkämpfen nach Enttäuschungen und Niederlagen.

Es freut mich, dass Gloryfy diese Eigenschaften in mir schätzt und mir somit diese Zusammenarbeit ermöglicht.

Als Folge gilt für meine kommende Saison mehr denn je das Motto:

stay unbreakable!

Liese Prokop Memorial, St. Pölten/AUT

Nur wenige Tage nach meiner Rückkehr aus Holland stand mit dem Liese Prokop Memorial das erste nationale Highlight dieser noch jungen Freiluftsaison an. Dieses stand wettertechnisch unter einem guten Stern und so fanden wir Athleten perfekte Verhältnisse mit angenehmen Temperaturen und leichtem Rückenwind vor. Optimale Voraussetzungen also um endlich ein gültiges Resultat für die Bestenlisten und etwaige Limits zu erbringen.

Doch es sollte zunächst ganz anders kommen: Im Vorlauf erwischte ich abermals einen perfekten Start, welcher jedoch zurückgeschossen und von den drei Startrichtern als Fehlstart beurteilt wurde. Auch bekam ich keine Verwarnung wie einige Athleten an diesem Tage vor (und nach) mir, sondern erhielt die direkte Disqualifikation. Nach heftigen Protesten meinerseits und meiner Trainer, die per Videobeweis belegen konnten, dass ich lediglich 2/100 Sekunden schneller reagierte als meine Konkurrentinnen, durfte ich unter Vorbehalt den Vorlauf bestreiten.

Unter diesen Umständen war die Zeit von 13,14s außerordentlich, was mir aber leider nichts nutzte, da ich im Nachhinein trotzdem disqualifiziert wurde. Glücklicherweise konnte ich aufgrund des Freiwerdens einer Bahn im B-Finale nochmals außer Wertung an den Start gehen. Trotz dieser emotionalen Achterbahnfahrt gelang mir im zweiten Anlauf eine Leistungssteigerung auf 13,11s bei gültigen Windverhältnissen (0,0 m/s), was nicht nur die schnellste Zeit an diesem Tag war, sondern gleichzeitig auch eine neue persönliche Bestleistung, neuen Salzburger Landesrekord und die Qualifikation für die Europameisterschaften in Amsterdam bedeutete!! Einzig und allein der Tagessieg blieb mir aufgrund der vermeintlichen Disqualifikation verwehrt.

So ging ein turbulenter Wettkampftag mit einer letztlich großen Freude und Erleichterung über meine Leistungen und meine Form zu Ende.

Training Camp Florida, Bradenton/USA

Nach dem Abschluss der Hallensaison mit meinen ersten Hallenweltmeisterschaften als Highlight, ging bereits zwei Tage später die Reise für mich weiter ins Trainingslager nach Florida mit Zwischenstopp in Dallas/Texas. In Bradenton/Florida angekommen bezogen wir unser Appartement, welches von nun an sechs Wochen unser Zuhause war.

Das Ziel in diesem Trainingslager für mich war ganz klar die Weiterentwicklung meiner Hürdentechnik und Schnelligkeit sowie der Formaufbau für die Freiluftsaison. Dazu wollte ich besonders die hervorragenden Wetterbedingungen bestmöglich nutzen. Diese waren mit Temperaturen von 25°C - 35°C und konstanten Rückenwind perfekt für alle Sprinter. Verglichen mit den winterlichen Wetterverhältnissen in Österreich ist Florida zu dieser Zeit eine ganz andere Welt. Und so merkte ich bereits nach wenigen Tagen, wie sich diese Bedingungen positiv auf mein körperliches Wohlbefinden und meine Leistungsfähigkeit auswirkten. Zudem sinkt durch die höheren Temperaturen das Risiko von Muskelverletzungen bei hochintensiven Trainingseinheiten, was mir dahingehend zu Gute kam, da ich generell eher anfällig für solche Beschwerden bin.

Auch dass das Trainingscamp mit ca. sechs Wochen sehr lang angesetzt war, konnte ich ausschließlich positiv bewerten, da ich auf diese Weise die Trainingsinhalte und -umfänge nach körperlicher Tagesform steuern konnte und keine Rücksicht auf Wetterbedingungen und Zeitdruck nehmen musste. Denn beispielsweise in einem zweiwöchigen Trainingslager lässt man sich als Athlet leicht dazu verleiten, möglichst viele Trainingseinheiten in diesen Zeitraum zu packen, weil man die Bedingungen natürlich ausnutzen möchte. Die Folge ist oft, dass es nach der Rückkehr mit der Form erstmal etwas bergab geht.

Dieser Gefahr aus dem Weg gehend merkte ich von Tag zu Tag, wie ich mich in allen Bereichen verbesserte und zunehmend eine gute Wettkampfform aufbaute. Diese konnte ich auch regelmäßig im Vergleich zu anderen Topathletinnen, die ebenso in der IMG Academy trainierten, testen.

Nach der Hälfte des Trainingslagers war dann für mich der Moment gekommen, mich zu entscheiden, den Aufenthalt um eine weitere Woche zu verlängern und einen ersten Wettkampf zu bestreiten, was bereits von Anfang an meinen Überlegungen entsprach, ich aber von der aktuellen Form anhängig machen wollte. Da ich meine Form als gut genug einschätzte und Clearmont für gute Bedingungen und schnelle Zeiten bekannt ist, war dies eine leicht zu treffende Entscheidung.

Da jedoch meine Teamkollegen und Trainer ihre ursprünglich geplante Rückreise bereits fixiert hatten, musste ich mir für die letzte Woche ein neues Quartier suchen. Glücklicherweise konnte ich bei einer anderen Trainingsgruppe Zuflucht suchen, da in deren Haus zur selben Zeit in Zimmer frei wurde.

Bedingt durch die unmittelbare Wettkampfvorbereitung reduzierte ich die Trainingsumfänge deutlich, was mir etwas mehr Zeit für andere Aktivitäten wie Strandbesuche verschaffte und ich so auch noch die Zeit und Gegend etwas genießen durfte. Alles in allem vergingen die sieben Wochen USA fast wie im Flug und der letzte Tag, an dem der Wettkampf anstand, rückte mit großen Schritten näher.